Klinik Prof. Schedel
Klinik Prof. Schedel

 

Leitfaden für die Anschlussheilbehandlung (AHB)

Die Diagnose „Krebs“ trifft nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Wie lässt sich die Diagnose verarbeiten, wie mit ihr leben? Wir wollen mit Ihnen zusammen Wege finden, wie neben dem Körper auch die Seele wieder gesund werden kann. Wir möchten, dass Sie durch Lebensfreude und Lebensenergie neue Perspektiven entwickeln. Krebs und auch die Krebstherapie belastet immer den ganzen Menschen. Alle Rehabilitationsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Wohlbefinden krebskranker Menschen ganzheitlich zu verbessern.

Ihnen wurde eine AHB nahegelegt und Sie wissen nicht, ob Sie das Angebot annehmen sollen?

Wir wollen Sie mit diesem Leitfaden über die Voraussetzungen, Inhalte und Ziele einer AHB informieren. Er soll Ihnen helfen, Ihre Entscheidung für dieses Angebot zu erleichtern.

UNSER MOTTO: IHRE GESUNDHEIT - UNSERE AUFGABE

Unser Logo veranschaulicht IHRE REHABILITATION.

Der linke gekrümmte Balken symbolisiert den Patienten, der zur Wiederherstellung seiner körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit in unsere Klinik kommt. Während seines Aufenthalts soll durch optimale Behandlung und Pflege seine Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben weitgehend wiederhergestellt werden. Ziel ist, dass der Patient seelisch und körperlich aufrecht das Haus verlässt.

Was ist der Unterschied zwischen AHB & Reha?

Die Anschlussheilbehandlung (AHB) ist eine Nachsorgemaßnahme, die im unmittelbaren Anschluss an eine Krankenhausbehandlung, Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung erfolgt und zur Weiterbehandlung erforderlich ist. Sie muss in der Regel ziemlich zeitnah nach der Entlassung beginnen.

Die Rehabilitation kann innerhalb eines Jahres nach Beendigung einer Akutbehandlung von Ihrem behandelnden Arzt bei dem zuständigen Kostenträger beantragt werden.

Warum ist AHB sinnvoll?

Ziel einer AHB soll sein, verloren gegangene Funktionen oder Fähigkeiten wiederzuerlangen oder auszugleichen und den Patienten wieder an die Belastungen des Alltags- und Berufslebens heranzuführen, aber auch Funktionseinschränkungen zu verhindern

Die AHB soll Ihnen helfen Ihren eigenen Weg mit dem Umgang der Krankheit zu finden. Einen Weg der Ihnen hilft die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu aktivieren und mit Selbstvertrauen und Mut zum Leben in die Zukunft zu blicken. Die Klinik Prof. Schedel ist seit über 50 Jahren im Gesundheitswesen tätig. Wir orientieren uns an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Patienten und entwickeln daran unser Rehaprogramm immer weiter – mit Erfolg.

Es steht Ihnen besonders qualifizierte, engagierte und erfahrene Fachärzte und Fachtherapeuten zur Seite. Wir bieten hochqualifizierte und individuelle Behandlungskonzepte.

Wie lange dauert eine AHB?

In der Regel dauert eine AHB 3 Wochen. Es kann aus medizinischen Gründen kürzer oder länger sein.

Wie bekomme ich eine AHB?

Die AHB muss über die Sozialberatung der letzten behandelnden Klinik oder der ambulanten Einrichtung beantragt werden. Hier wird auch geklärt, wer für die Kosten der Maßnahmen zuständig ist.

Wer trägt die Kosten?

Kosten werden in der Regel von der Kranken- bzw. Rentenversicherung übernommen

Werden Begleiterkrankungen mitbehandelt?

Ja. Wenn Sie z.B. Bluthochdruck, Diabetes oder eine Stoffwechselstörung haben, sind Sie in unseren Reha-Einrichtungen bestens versorgt. Dies gilt natürlich auch für andere Begleiterkrankungen.

Kann ich meinen Partner mitbringen?

Aufnahme ab einem Mindestaufenthalt von 5 Nächten ist grundsätzlich möglich. Beachten Sie den Reservierungsauftrag für Begleitpersonen. Anwendungen – Rezept vom Hausarzt – können in einer Praxis für Physikalische Therapie außerhalb der Klinik durchgeführt werden.

Welche Leistungen / Zusatzleistungen gibt es in der Klinik?
  • Wundmanagement
  • Stomaversorgung
  • Stomaberatung
  • Selbsthilfetechniken
  • Maßnahmen der Psycho-Onkokogie
  • Bewegungsschulung
  • Einzel- und Gruppentraining
  • Beckenbodengymnastik
  • Elektrotherapie
  • Hydrotherapie
  • Lymphdrainagen
  • Rückenschule
  • Schultertraining
  • Ultraschallbehandlungen
  • Optional spezielle Verfahren
  • Medizinische Vorträge
  • Erlernen präventiver Maßnahmen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Gesprächsrunden
  • Schulungen nach Tumorbehandlungen
  • Aktionskreis zum Thema Lebensstilistik
  • Verschiedene Kostformen
  • Hilfreiche Tipps in unserer Lehrküche
  • Veranstaltungen
  • Ausflüge
Was erwartet mich in der Klinik Prof. Schedel?

In der Klinik Prof. Schedel erwartet Sie eine Medizin mit Kommunikation und Information. Das Ärzteteam und die Fachkräfte bieten Ihnen ein komplettes diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum – ohne den Blick für das Individuelle zu verlieren.

Kann ich mir die Klinik aussuchen?

Der Gesetzgeber hat Patienten bei der Wahl einer geeigneten Klinik zur medizinischen Rehabilitation ein Wunsch- und Wahlrecht (§ 9 SGB IX) eingeräumt. Damit Sie Ihr gesetzliches Wunsch- und Wahlrecht aktiv ausüben können, haben wir ein Musterschreiben für Sie vorbereitet. Dieses können Sie Ihrem Reha-Antrag beifügen.

Was muss ich zuzahlen?

Maximal 10,00 € pro Tag AHB bei Kostenträger Krankenkasse. Zuzahlung bei AHB, wenn die Rentenversicherung zahlt, 10,00 € pro Tag für maximal 14 Tage.

Werden die Fahrtkosten erstattet?

Fahrtkosten werden in aller Regel übernommen – Bahnfahrkarte bzw. Kilometergeld

Ist eine AHB in der Klinik Prof. Schedel GmbH für mich möglich?

In unserer Klinik werden in erster Linie Tumorpatienten behandelt. Aber auch für psychosomatische, zum Teil orthopädische Erkrankungen und für bestimmte Gefäßerkrankungen haben wir eine Zulassung.

Wer übernimmt die Organisation?

Reha-Maßnahmen werden beim jeweiligen Kostenträger beantragt. Am leichtesten geht das im Krankenhaus über den Sozialdienst. Ansonsten ist es für Sie als Patient oder Angehöriger am einfachsten, wenn Sie sich direkt mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen. Dort wird geklärt, wer die Kosten übernimmt und man schickt Ihnen den entsprechenden Antrag zu, den Sie von Ihrem Hausarzt oder Facharzt ausfüllen lassen. Das ist nicht sehr kompliziert. Die Anträge werden in den meisten Fällen genehmigt. Die Kostenträger erkennen an, dass Sie unter einer schweren Krankheit leiden und entsprechend Hilfe brauchen.